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Mai 5, 2021

SHIP Newsletter vom 5. Mai 2021

Digitaler Datenaustausch zwischen Spitälern und Krankenversicherern ist ab sofort Realität

Neu wickelt die Solothurner Spitäler AG (soH) alle administrativen Prozessschritte bei stationären Behandlungsfällen vollständig digital ab. Mit der digitalen Lösung «SHIP» werden Daten vollautomatisch, sicher und ohne administrativen Zusatzaufwand übermittelt. Bis Ende 2021 stellen zahlreiche Spitäler ebenfalls auf SHIP um, womit jährlich hunderttausende Behandlungsfälle automatisiert abgewickelt werden. SHIP trägt entscheidend zu höherer Datensicherheit und Datenqualität sowie tieferen Kosten bei.

Michael Stutz, Leiter Abteilung SHIP und Ueli Leiser, Leiter Patientenadministration Solothurner Spitäler, Foto: Marco Zanoni

Als erste Spitalgruppe in der Schweiz führt die Solothurner Spitäler AG alle administrativen Prozesse von stationären Behandlungen, inklusive der Kostengutsprache, durchgehend digital durch. Damit wird der Datenaustausch zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern massiv vereinfacht und beschleunigt. Der digitale Datenaustausch erfolgt mit der Anwendung SHIP (Swiss Health Information Processing). Die SHIP-Standards sind auf der Website von eCH, der Standardisierungsorganisation für E-Government-Vorhaben in der Schweiz (www.ech.ch), harmonisiert und frei verfügbar. Die Abläufe sind stets einfach nachvollziehbar. Durch den Ansatz «privacy by design» ist der Datenschutz in hohem Masse sichergestellt. Bei diesem Ansatz werden die Datenschutzanforderungen nicht erst bei der Anwendung, sondern bereits bei der Konzipierung und Entwicklung der IT-Systeme berücksichtigt.

Effizienterer Ablauf und weniger Fehlerquellen

Mit SHIP werden dank elektronischer Standardprozesse Behandlungsfälle eröffnet, Behandlungsinformationen ausgetauscht und sämtliche Fragen der Kostenübernahme geklärt. Mit der vollautomatischen Lösung können zudem sämtliche Fehler vermieden werden, die mit der bisherigen manuellen Handhabe nicht auszuschliessen sind.

Bei der vollständigen Integration von SHIP entfallen beispielsweise Rechnungsrückweisungen aufgrund fehlerhafter oder unvollständiger Angaben. Damit können sowohl Spitäler wie auch Krankenversicherer ihre administrativen Abläufe deutlich verbessern.

Zunehmende Ausbreitung

Im Oktober 2019 haben als Pionierpartner die Krankenversicherung Helsana und die soH den Betrieb mit SHIP aufgenommen. Mit dem jetzigen «Go-Live» für alle drei Prozessteilschritte ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Mittlerweile setzen bereits elf Krankenversicherer, die gemeinsam über zwei Drittel aller Versicherten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) repräsentieren, auf den Standard SHIP. Weiter entscheiden sich auch immer mehr Spitäler für die Nutzung von SHIP.

SHIP treibt Digitalisierung voran

Mit der Weiterentwicklung von SHIP als einheitlicher Standard für den elektronischen Datenaustausch treibt santésuisse gemeinsam mit Helsana die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen voran. Zusätzlich zu den Spitälern sollen in den nächsten Etappen weitere Leistungserbringer wie Spitex, Pflegeheime, spitalambulante Bereiche, Ärzte, Apotheken und Physiotherapeuten angeschlossen werden. Bis Ende 2025 strebt santésuisse eine durchgängig digitale Durchführung der administrativen Prozesse an. Die Teilnahme an SHIP ist sowohl für Leistungserbringer als auch Kostenträger finanziell attraktiv. Sobald SHIP in der ganzen Schweiz im Einsatz steht, ist mit substanziellen Einsparungen zugunsten des schweizerischen Gesundheitswesens zu rechnen.